10 Dinge, an denen Du erkennst, dass sie die Richtige ist

13 Feb

Letztes Jahr habe ich Euch noch an dieser Stelle anlässlich des internationalen Blumenverkaufstags Valentinstags ein besonderes Mixtape von überaus hoher Qualität dargeboten. Dieses Jahr präsentiere ich Euch eine Liste, die Euch für den morgigen Tag und generell auf die Zukunft vorbereiten soll, denn(!):

wann weiß man eigentlich, ob die Person, die man gern hat, die Richtige ist?

Was heißt “die Richtige”? Die Richtige ist diese Dame, die den natürlichen Zucker in deinen Apfelkuchen tut. Das Mädchen, das die erneuerbare Energie ist, wenn man genug von fossilen Brennstoffen hat. Die Frau, die deine Gitarre verzehrt, damit du deinen genialen Sound spielen kannst. Die Person, der du deine  erste literarische Veröffentlichung widmen würdest.
Genau, diese Richtige.

In der Liste sind Dinge aufgelistet, an denen man erkennen kann, dass das Mädchen mehr als nur ein Flirt, Freund, Kumpel, Bekanntschaft, Nachbarin, etc. ist. Die Punkte sind für die verschiedenen Zeitpunkte/Stadien Eurer (möglichen) Beziehung aufgelistet. Darüber hinaus sagt die Reihenfolge der einzelnen Punkte nichts über ihre Priorität aus. Und nun…

10 Dinge, an denen Du erkennst, dass sie die Richtige ist

10.) Sie ist romantisch und findet Valentinstag genauso bescheuert wie Du.

09.) Du kannst nicht aufhören beim Einschlafen an sie zu denken, wachst am nächsten Morgen ohne Gedanken an sie auf und denkst bis zum Abend immer mehr und häufiger an sie, bis Du beim Einschlafen wieder nicht aufhören kannst an sie zu denken.

08.) Sie lacht ehrlich über deine Witze.

07.) Du hättest kein Problem mit ihr auch “nur” gut befreundet zu sein.

06.) Ihr trefft Euch zweimal hintereinander am selben Ort zu verschiedenen Zeitpunkten während dieser Song läuft.

05.) Sie besucht, genau wie Du, alleine diese faszinierende Ausstellung im Museum und sie bleibt, genau wie Du, vor dem einen Ausstellungsstück interessiert stehen.

04.) Du kannst Dir vorstellen, wie hübsch Eure gemeinsamen Kinder aussehen würden.

03.) Deine Eltern lieben sie.

02.) Du kannst sie in Gedanken riechen.

01.) Ihr trefft Euch das erste Mal irgendwo an einem Ort, wo Musik gespielt wird, während dieser Song läuft.

Epische (Trailer)-Musik

3 Feb

Ich mag Filme. (Immer.)

Ich mag bassige Elektromusik. (Manchmal.)

Ich mag keine Filmtrailer. (Irgs.)

Umso erstaunlicher, dass PURETUNE, ein Vimeonutzer, der anscheinend ein großer Bassfan und Filmegucker ist, eine interessante Mischung aus den oben drei genannten Dingen erschaffen hat, die mich die vollen 15 Minuten vor dem Bildschirm gebannt haben. Film und bassige Elektromusik in Symbiose vereint. Dabei kam ein entweder sehr, sehr langer Filmtrailer heraus oder ein ebenso langes Musikvideo. Die Grenzen sind nicht genau festzustellen.

The Apple Tree heißt das Video, welches in einer blutaufkochenden Rasanz durch zig Dutzend von Filmsequenzen springt und mit Musik von The Glitch Mob untermalt, mächtig, mächtig angibt. (Der Apfelbaum im Titel ist eine direkte Anspielung auf die ersten Szenen in dem sehr empfehlenswerten Film von Aronofsky, die den Filmtrailer das Musikvideo, die Videocollage beginnen und enden lassen.)

Wer Glitch Mob noch nicht kennt, sollte dies schnell nachholen. Das US-Amerikanische Elektro/DJ- Trio hat im Jahre 2009 die Bass-Elektro-Musikwelt mit einem Mal erobert  und gilt heute als Garant für gute Stimmung. Und gut heißt hier actiongeladen.


Das sich der User PURETUNE die Musik von The Glitch Mob zur Untermalung genommen hat, überrascht keinesfalls. So wurde die Musik vom Mob bereits in anderen Trailern offiziel benutzt.

Viel Spass und gute Unterhaltung!

P.S. Wer alle 2 Sekunden in der Videocollage etwas wie “Ah, den Film kenne ich”, denkt, hat zu viele Filme gesehen und das ist irgendwie sympathisch.

 

 

The Descendants – Club-Ciné

28 Jan


Pupukahi i holomua,
lautet ein Sprichwort auf Hawaii und bedeutet frei übersetzt: man muss zusammen arbeiten, um weiter zu kommen. Das Sprichwort könnte der Nebentitel des Films sein, versucht er gerade diese Botschaft zu senden. Denn in dem aktuellen Film The Descendants, der diese Woche in die deutschen Kinos angelaufen ist, versucht ein Familienvater den Kontakt zu seinen Kindern wieder aufzubauen und mit ihnen gemeinsam die Zeit nach einem dramatischen Unfall seiner Ehefrau zu überstehen. Das Schicksal der kleinen Familie spielt sich auf Hawaii ab, was eine wesentliche Auswirkung auf den Charakter des gesamten Films mit sich bringt. Dazu aber später mehr.

George Clooney spielt Matt King, einen fleißigen Rechtsanwalt, der in seinem Beruf zwar erfolgreich ist, privat aber als Familienvater größtenteils versagt hat. Entfremdung und Distanz prägen die Beziehung zu seinen zwei jungen Töchtern. Auf die Bewährungsprobe wird die Beziehung durch den Motorbootunfall seiner Frau Elizabeth, die seitdem im Koma liegt, gestellt. Hinzukommt noch eine Affäre seiner Frau, von der Matt erst nach dem Unfall erfährt und die ihm einen weiteren Grund gibt als Ehemann und Vater zu scheitern. Es ist genau diese Not, die Clooney auffallend gut spielt. Er zeigt sich dabei von seiner stillen, schlichten Seite und vermag es an den wichtigen Stellen im Film sich zurück zu nehmen und die Situation, den Dialog für sich selbst sprechen zu lassen. Teilweise schusselig, teilweise unfähig, aber zum Großteil authentisch, so porträtiert Clooney den hilflosen Familienvater.

Neben Clooney besticht auch Shailene Woodley als Tochter und Teenager in Not und beweist für ihr junges Alter eine großes schauspielerisches Talent. Sehr authentisch wirkt ihr Zweifeln gegenüber dem Verhalten ihrer Mutter, die Annäherung zu ihrem Vater und die Selbstfindung, in der sie mit sich selbst und ihrer Vergangenheit wieder ins Gleichgewicht findet.

„Hawaii das bedeutet für die meisten Menschen das Paradies, für mich aber bedeutete es in letzter Zeit die Hölle“, so oder so ähnlich beginnt der Matts Monolog zu Anfang des Films. Hawaii, die US-Amerikanische Inselformation im pazifischen Ozean, ist Handlungsort und zugleich wichtigster Protagonist in The Descendants, denn das Schicksal der Familie King ist eng mit der Geschichte Hawaiis verbunden. Es geht um Tradition, Familiengeschichte, Erbe und wie es der Titel schon impliziert, um die Rolle der Nachkommen. Soviel sei gesagt: Matt King sucht nicht nur den Kontakt zu seiner eigenen Familie, sondern begibt sich in einer Parallelgeschichte auf die Suche nach seinen eigene Wurzeln.

Beide Geschichten: das Wiederfinden zu den eigenen Töchtern und die Frage um das Erbe der eigenen hawaiianischen Wurzeln werden zwar etwas zu konstruiert miteinander verbunden, entwickeln sich aber sehr schön und eigenständig im Verlauf des Films. Man bekommt zwar das Gefühl, dass eine insgesamt intime und berührende Geschichte erzählt wird, sie wirkt aber unterschwellig  fast schon zu gelassen und locker. Die Bildsprache und die verwendete Musik (Ukulelen!) verdeutlichen dieses Gefühl. Hawaii ist also neben einem Handlungsort und einem Protagonisten auch etwas wie eine allgemeine Grundstimmung, die auch noch nach dem Film anhält. Auf dem Weg nach Hause sinniert man noch über den Film mit einer gelassenen Stimmung à la „Ende gut alles gut“ oder „Hakuna Matata“ und das ist ganz und gar nicht schlecht. Ganz im Gegenteil: es handelt sich bei The Descendants um einen guten Film, der mit viel Ruhe, Herzenswärme und einer Spur laid-back eine schöne Familiengeschichte erzählt, die ihren stillen Höhepunkt in der letzten Einstellung des Films findet. (Die letzte Szene ist die vielleicht schlichteste, aber gleichzeitig auch schönste des gesamten Films!)

Der Film wird nicht in die Filmgeschichte eingehen, bietet aber gute Unterhaltung (im ganzen Kinosaal schluchzten die Mitzuschauer) und sicher einen schönen Kinoabend. Eine absolute Empfehlung.

Also, pupukahi i holomua, zusammen ist man stark. Schöner kann man es wohl mit einem Alphabet aus 12 Buchstaben nicht sagen.

Do you want a Chairlift?

23 Jan

“Natürlich!”, sollte die Antwort auf die obige Frage lauten, denn Chairlift ist meine neueste Bandentdeckung, die Dich treuen Leser sicher auch begeistern wird.

Chairlift ist eine nordamerikanische Band, Wohnhaft in Brooklyn, bestehend aus der äußerst charismatischen Frontsängering und Synthesizer-Spielerin Caroline Polachek und den, wie es ABBA schon vorgemacht hat, weniger im Mittelpunkt stehenden Musikern Aaron Pfenning und Patrick Wimberly. 

Das Pop-Trio macht Musik zwischen modernem Elektro-Pop und 80er Jahren Synthesizer Beats. Im Grunde genommen nichts spezielles in Angesicht der aktuellen Elekroeintagsfliegen des WWWs, wenn nicht Caroline Polachek mit ihrer Stimme so fabelhaft verträumt die Musik auf eine höhere Ebene tragen würde. Ihr Gesang erinnert an eine Mischung aus Kate Bush und Feist. Eine atemberaubende Mischung also, die zum Träumen und Hoffen (in der Reihenfolge!) einlädt. Der erste Song, der mich auf den Geschmack brachte war “Ghost Tonight”, in dem ich die wundervolle Zeile:

‘Cause how could love so crazily be yours so easy to ignore?

raushörte. Wundervoll.

 

Schön und fröhlicher, da mit gewissem Up-Beat ausgestattet, klingt Bruises. Ein Song, der in einer Ipod Nano Werbung kürzlich Verwendung fand. (Wer sieht die Feist Verbindung?)

Mit nachdenklicher, verträumter Popmusik, die die Zeitlosigkeit unvergesslicher Melodien mit sparsamen, anspruchsvollen Produktionen, einer abstrahiert-psychedelischen Weltanschauung und einer klassischen Avant-Garde-Empfindsamkeit vereint, blicken die drei multi-instrumentalen New Yorker Musiker von Chairlift fröhlich aber entschlossen in die Zukunft.
- heißt es in der offiziellen Bandbiographie

Bisher habe ich mich in etwa eine Hand voll Songs reingehört, die sich alle vielversprechend anhören. In ihrem Teaser für das bald erscheinende Studioalbum “Something” erhält man eine vage Ahnung von dem, was Sony als klassische Avant-Garde-Empfindsamkeit tituliert. Ich bin auf jeden Fall auf das neue Album gespannt.

Sporadische Interessen

10 Jan

Ach, herrlich gut tun einem die Comics von Alex Noriega, in denen er möglichst simple die großen Fragen des Lebens beantworten oder zumindest kommentieren möchte. Mit “My Sporadic Obsessions” hält er diesmal ein Plädoyer für das Gute am Internet und kritisiert ein wenig das Schulsystem Spaniens (und in gewisserweise auch das der BRD).

Wer nach dem Comic Lust auf mehr bekommen hat, sollte auf jeden Fall seine Seite besuchen: Stuff No One Told Me.

DadaD

4 Jan

..ist ein japanaisches Pop-Duo, die einen sehr leichten, verträumten Pop kreieren. Die Musik von Kate (Gesang) und Shige (Instrumente) erinnert mich an eine Mischung aus The Cardigans und Blondie mit einer Prise von She & Him, nur eben auf japanisch.

Auf ihrer Homepage gibt es (sicherlich) mehr Informationen zur Bandgründung, ihrer Motivation und ihren nächsten Projekten zu finden, leider aber außschließlich auf japanisch…

Was ich aber doch noch herausgefunden habe, ist das Dadad (の) im Moment mit ihrem Song “Sing with me”, der vor ein paar Monaten in einer Werbung gefeatured wurde, einen kleinen Hype in der asiatischen Mode und Blogger Welt erlebt haben. Der Song ist wirklich ansteckend poppig, so dass man gar nicht drumrum kommt mehr von ihnen hören zu wollen.

 

Auf ihrer Myspace Seite finden sich noch sechs weitere Tracks, die ich sehr empfehlen kann. Besonders diesen hier: エスケープHerrlich oder um es mit den Worten eines Übersetzungsprogramms zu sagen:

素晴らしい! [/Subarashī]

 

 

 

Gleichung ➔ Suchmaschiene ➔ Muuah!

31 Dez

(sqrt(cos(x))*cos(200*x)+sqrt(abs(x))-0.7)*(4-x*x)^0.2042, from -4.5 to 4.5

 

Guten Rutsch!
Yeah, und alles Gute!

Euer AlleswirdGoe

Quelle: Maria_ http://www.flickr.com/people/mariaplus32005/

Die Haus WG

17 Dez

Die Anekdote einer spontanen, lebensverändernden Maßnahme in mehreren Teilen

1.

Ein Erasmusaufenthalt, zwei Wohnheime, nomadisches Umherstreunen, das Leben aus der Handtasche und 3 x 9qm später, stehe ich in meiner kleinen Höhle über Rewe und komme mir vor wie ein Hamster in seinem Laufrad. Obwohl ich mit meinem gefiederten Mitbewohner und gutem Freund eine überaus angenehm lethargische Symbiose eingegangen bin, überkommt mich der undefinierbare Wunsch nach Veränderung. Zwei Jahre ist es nun her, seitdem ich meine Koffer packte, mein Hab und Gut bei meinen Eltern einlagerte und sich von da an ein 9qm Provisorium an das nächste reihte. Quadratisch, praktisch, möbliert. Drei Wörter, die nicht nur eine adäquate Beschreibung meiner Wohnsituation liefern. Vielleicht wird es Zeit für etwas mehr.

Dieses mehr fand ich mit meinem Freund, nennen wir ihn den Bär, und seiner besseren Hälfte, dem Erdmännchen, eines Sonntag morgens bei Kaffee und Kippe im Göttinger Tageblatt: Oberes Ostviertel, 9 Zimmer, 260qm. Ein eigenes Heim und das ab sofort.

Einige Monate zuvor am Rosdorfer Baggersee: Die selbe Konstellation, eine Idee. Warum denn keine Haus-WG gründen? Der Bär und das Erdmännchen überschlagen sich vor Enthusiasmus gebündelten Geistesblitzen von Lotta Karotta bis hin zum selbst gebauten Steinofengrill im Garten. Ich lausche verhalten. Ein Haus mieten. Sofort schießen mir Bilder von Villen und riesigen alten Steingemäuern in den Kopf, die sich durch Partybesuche im Friedländer Weg oder gemütliche Sommerabende beim Würstchen grillen im Garten von Freunden angeregt, vor meinem geistigen Auge manifestieren. Eigentlich klingt das wie Schokoladenstreusel auf der Schwarzwälder Kirschtorte, aber irgendetwas macht mir dabei Angst. Vielleicht ist es die in die Hausgemeinschaft integrierte noch recht frische Partnerschaft, die mir einen kleinen Hieb in die seitliche Magengegend versetzt. Doch um ehrlich zu sein, lassen sich jetzt, am brennenden Kaminfeuer, die Beine gemütlich auf dem Wohnzimmertisch ausgestreckt, das Notebook auf dem Schoß, den Blick ins Grüne gerichtet, meine Ängste von der Zeit am See vor fünf Monaten nicht mehr nachvollziehbar rekonstruieren. Sagen wir also einfach: ich war besorgt.

Vom See zum Sonntag morgen: Die erste Annonce, bei der es sich lohnt, anzurufen. Monate lang vollzog sich eine relativ unstrukturierte, sporadische und äußerst ernüchternde Internetrecherche, die zu keinerlei Ergebnissen führte. Der Erkenntnisgewinn überrascht ungemein: es ist gar nicht so leicht, ein WG geeignetes Haus in Göttingen zu finden, nicht zuletzt aufgrund der überaus unangenehmen Immobiliensituation, dank des in den letzten Monaten so oft darüber gestolperten „doppelten Jahrgangs“. Umso absurder scheint plötzlich diese Anzeige wie von Geisterhand in der Tageszeitung aufzublitzen. Der Besichtigungstermin ist nur einen Anruf entfernt. Der Mietvertrag nur eine Unterschrift. Die Vermieter freuen sich sogar schon förmlich auf den frischen Wind einer jungen Kommune und ziehen uns sofort den bisher interessierten Familien vor. Ist das nicht fast zu gut, um wahr zu sein? Das immaginierte Bild einer alten Stadtvilla am Cheltenham überkreuzt sich zwar mit dem 70er Jahre Baustil eines Einfamilienhauses an der Grenze zu Geismar, aber man muss ja immer Abstriche machen und diese scheinen aufgrund des überwältigenden Gefühls, plötzlich und unverhofft das erste Haus zu besichtigen, nur noch wie Lappalien. Die Ansprüche relativieren sich und fließen schließlich in einem euphorisch verzerrten Knoten aus Kompromissen und blinder Distanzierung vom zuvor beschriebenen Ideal zusammen. Von beunruhigender Sorge zur hemmungslosen Euphorie. Der Bär ist natürlich meiner Meinung, da fängt die Pärchen bedingte Assimilation schon an, ihre Früchte zu tragen.

Doch was sich innerhalb der zwei Wochen vom Besichtigungstermin bis hin zur Unterzeichnung des Vertrages und des tatsächlichen Einzugs in die Gänge setzte, war eine Welle an Gedanken, Konflikten und Ereignissen, die nicht in einen Beitrag passen. Von daher: später mehr!

Flamenco-Skizzen

3 Dez

Was lässt sich noch über dieses Lied schreiben? Was kann man noch zu einer Komposition sagen, die seit seiner Veröffentlichung vor ca. 50 Jahren immer noch Musiker, Kritiker, Jazz Fans, als auch junge Blogger wie mich gleichsam tief berührt? Eigentlich nichts. Es wurde alles schon geschrieben; das Konzept, das Spiel, die Farbmelodien gepriesen und die Männer hinter den Instrumenten wurden unsterblich gemacht. Es ist ein Meisterwerk und ein Juwel der Jazz Musik.

Die Rede ist von Flamenco Sketches, das fünfte Lied auf Miles Davis bekanntesten und erfolgreichsten Album Kind of Blue. Es ist das meist verkaufte Album der gesamte Jazz Geschichte und ein weiterer erwürdiger Vertreter des Cool Jazz.

Cool Jazz. Das introvertierte Spiel, die Magie des Nicht-Gesagten, welche den Zuhörer leicht fortträgt und irgendwo fern ab saft absetzt. Manchmal geht die Reise auch in das Innerste eines Wesens; bahnt sicht einen Weg durch die Bewusstseinsschichten und Erinnerungen aus Schwarz und Weiß. Es ist das klares Hauchen von Melodien, die sich hinter dem Takt zögerlich hinterbewegen. Cool Jazz ist die sanfte Weiterentwicklung des frechen Bebops, etwa ein Mann, der sitzend schweigt, reflektiert und dann still, nur für sich, über eine gewonne Einsicht nickt. Ein sinnierender Dante mit einem Tenorsaxophan vor seinen Füßen.

Aber zurück zum Lied. Selbst Menschen, die mit Jazz nichts anfangen können, werden in dieser Ballade etwas für sich finden können. Etwas wie ein Lächeln, ein Gedanke oder die Erinnerung an etwas schönes, vergangenes.
Alan Kurtz schrieb über dieses Lied:

With gloriously lucid solos all around (especially Coltrane’s), Flamenco Sketches lasts 9 minutes, but you want it to go on forever. Which is precisely how long this breathtakingly beautiful masterpiece of modern jazz will live. Forever.

Also, hit the play button and enjoy!

*UPDATE*

Die Gema zeigt mal wieder, warum sie so wenig Freunde hat. Hier der Song:

Wirklich Wichtige W-Fragen.

30 Nov

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